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Rebellion in Rot

So der Titel des Handelsblattes vom 25. Februar 2016.

Inhalt: Der Kampf der Sparkassen in Deutschland um das Überleben. Wie auch in anderen Banken stehen die Sparkassen wegen anhaltender Niedrigzinsen und der überbordenden Regulierung unter massivem Druck. Um stark zu bleiben und dem Druck standzuhalten braucht es Größe. Aus diesem Grund wird erneut und immer wieder über Fusionen nachgedacht.

Eine wesentliche Stärke der Sparkassen war bisher die Eigenständigkeit. Dazu der regionale Bezug. Das wird sich in vielen Fällen in den nächsten Jahren nicht halten lassen. Mit Konsequenzen für die Kunden. Filialschließungen sind heute schon an der Tagesordnung, dass wird auch so bald nicht enden. Wenn aber Banken fusionieren sind sie in erster Linie mit sich selbst beschäftigt. Die Mitarbeiter sind mit sich selbst beschäftigt. Synergien erzielt man am besten, wenn Kosten eingespart werden. Personalkosten gehören dazu.

Aus meiner Erfahrung kann ich berichten, dass die Fusion zweier Banken insbesondere in den Kreditabteilungen zu Lähmungserscheinungen führt. Verständlich, die Mitarbeiter haben schlicht Angst um ihren Job. Dann werden keine Entscheidungen mehr gefällt, die auch nur den Hauch eines Risikos beinhalten. Und da jede Kreditentscheidung sich grundsätzlich als falsch herausstellen kann – es wird schließlich für die Zukunft entschieden, und die kennt keiner zuverlässig – heißt das konkret: es werden keine Entscheidungen mehr gefällt.

Für ein Unternehmen, dass in dieser Phase auf die Unterstützung seiner Bank angewiesen ist, kann das ein erhebliches, wenn nicht existenzbedrohendes Problem darstellen.

Genau aus diesem Grund wiederhole ich an dieser Stelle meine grundsätzliche Empfehlung: Know your customer, and know your bankers (Kenne Deinen Kunden und kenne Deine Bank)