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Ich bin ein „Bankdienstverweigerer”

Eigentlich bin ich ja Banker. Eigentlich bin ich ja auch gerne Banker. Ich bringe mich und meine Erfahrungen einfach gerne ein, wenn ich meine Kunden berate.

Ja, meine Kunden. So habe ich das immer gesehen, und sehe es auch heute noch so. Aber ist diese Einstellung von den Banken noch so gewollt? Nach meiner Erfahrung nicht immer …. und hier beginnt für mich das „eigentlich“, und damit meine „Bankdienstverweigerung“.

  • Ich lasse mir nicht vorschreiben, dass ich pro Kundengespräch 30 min. Zeit habe und hierbei einen Versicherungsvertrag verkaufe …. obwohl der Kunde deshalb überhaupt nicht zu mir kommt.
  • Ich habe keine Lust, meinen Kunden die absolute Leistungsfähigkeit meiner Bank anzupreisen, um dann 5 Monate nach seiner Kreditanfrage seinen Antrag mit fadenscheinigen Ausreden abzulehnen, nur weil meine Kreditabteilung erst nicht in die Pötte kommt und dann Auflagen formuliert, die nicht erfüllbar sind … um ja nur kein Kredit-Risiko einzugehen.
  • Ich habe keine Lust mehr auf sinnlose Vertriebs-Meetings in der Bank, bei denen karrieregeile Banker dem Blödsinn-redenden Chef in den …. kriechen, während die restliche Mannschaft innerlich gekündigt und resignierend das Gelaber über sich ergehen lässt.

Aber ich habe Lust auf gute und vertrauensvolle Gespräche mit guten Bankern – ja die gibt es – auf Augenhöhe. Gute und vor allem verbindliche Ergebnisse kann ich hier immer wieder erzielen. Aber dazu musste ich raus aus dem Bankdienst … und trage seitdem nur noch Anzug, wenn ich Lust dazu habe.